Berichte

ALLES AUF ANFANG - von Florian Woldt

Alles auf Anfang

In den vergangenen Jahren befischte ich zu 90 Prozent die gleichen Gewässer in meiner
Region. Die restlichen 10 Prozent blieben offen für Abenteuer Trips ins Ausland oder kurze
Erkundungstouren an neue Seen. Mit der Zeit wurde ich
jedoch immer unzufriedener mit mir und auch mit meinen Fängen. Klar, ich kannte meine Seen und
deren Spots sehr gut und in den meisten Fällen fing ich auch sehr konstant.
Trotzdem verspürte ich immer mehr den Drang nach Neuem, einem kompletten Neuanfang.
Etwas mehr Abenteuer, wenn auch nur ein kleines, musste her. Im Winter 2017 beschloss ich, dass das kommende Jahr ausschließlich an mir unbekanntem Wasser gefischt wird.

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Ich lebe in Brandenburg und an Gewässerknappheit leiden wir ganz sicher nicht. Jedoch habe ich
natürlich auch gewisse Ansprüche an diese. Letztendlich suchte ich mir für dieses Jahr drei
absolut unterschiedliche Seen aus, welche ich mir nach und nach vornehmen wollte. Ein
Gewässer davon bot sich wegen der doch sehr geringen Tiefe für das kommende Frühjahr
besonders an. Ohnehin weckte es schon Jahrelang mein Interesse auf Grund seiner zum
Teil besonders hübschen Bewohner.

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Eine Hand voll Fische suchte ich mir, wenn auch nicht
direkt, als Zielfische aus. Versteht mich bitte nicht falsch, denn an einem neuen Gewässer
sind in erster Linie anfangs alle Fische mein Ziel, jedoch waren ein paar davon
wirklich erstrebenswert und ich wollte sie wirklich gern für ein kurzes Foto mein eigen
nennen dürfen.

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Der Winter zog sich lang wie ein ausgespuckter Kaugummi und meine Motivation
wuchs von Woche zu Woche. Direkt die erste Session des Jahres dort, war für mich ein
voller Erfolg. Ich konnte ein paar wirklich tolle, wenn auch kleinere Karpfen überlisten.
Mit jedem noch so kurzen Augenblick, den ich an diesem Ort verbrachte, lernte ich ihn
besser kennen und verstand den See nach und nach immer besser.

Total ausgelaicht aber wunderschon

Ich angelte extrem aktiv und suchte, selbst bei nur fünf Stunden Angelzeit, lieber zwei Stunden die Fische, als dass ich mich plump auf einen Platz begab. Auch wenn es sich im ersten Moment krass anhört, aber bisher blanke ich tatsächlich noch kein einziges Mal an diesem See und fing zum Teil von Session zu Session besser. Instand wohl gemerkt, denn der Angeldruck dort ist für unsere Region wirklich enorm und ein Vorfüttern würde in den meisten Fällen wohl nach hinten los gehen. Im späten Frühjahr spielte mir ein Platz besonders in die Karten.

Alles um gut durch das Fruhjahr zu kommen in einem Eimer

Ein komplett stark überschwemmter Bereich, welcher normal
trocken liegt und direkt an das extrem flache und verschilfte Laichgebiet angrenzt, wurde
von den meisten Anglern am See komplett gemieden. Beste Chancen also für mich, die Fische vor, bei oder nach dem Laichen mit wenig Futter direkt dort abzugreifen.

Auf ein mal lief es und die besseren Fische bissen

Um es kurz zu machen. Es lief einfach und ich fing Fisch um Fisch und kam mit jedem Einzelnen meinen Zielen immer näher. Einen Tag vor Christi Himmelfahrt war es dann soweit. Ich hatte einen Doppellauf und konnte zum Glück beide Fische einnetzen. Ein noch gut gefüllter Spiegler mit gut 16 Kilogramm im einen Kescher und im anderen mein 104 cm langer Traum! Endlich, die perfekte Zeile war mein und damit meine absolute Number One gefangen. Ich war absolut überglücklich und eine kleine Last fiel von meinen Schultern.

104 cm Zeile. Mein Zielfisch Nummer 1

Nur eine Session später fing ich direkt eines meiner anderen auserkorenen Ziele. Ich verstand die Welt nicht mehr. Was ging hier bitte ab?

Einer der most wanted

Der hohe und extrem kräftige Schuppi war vorerst mein letzter Fisch an diesem See, denn die sehr geringe Tiefe macht ihn nicht gerade zum besten Sommergewässer. Jetzt kommt auch schon eines meiner anderen, neuen Gewässer ins Spiel, aber dazu dann zu einem anderem Zeitpunkt hoffentlich mehr.

Zusammenfassend erlebte ich das Frühjahr meines Lebens. Mit über 60 Fischen in nur 10
meist einzelnen Nächten, sowie diversen kurzen Daysessions, vor oder nach der Arbeit.

Ein Fisch den ich nicht auf dem Plan hatte. Um so großer war die Freude

Auch Futtertechnisch war meine Bilanz äußerst gut ausgefallen. Die schnelle handvoll Futter in Form von 16mm Nut2Bad, sowie LIVA Boilies und ein paar einzelne Tigernüsse reichten
fast immer aus.

24 mm Liva sinker

Ein ganz wichtiger Punkt, welcher mich wirklich nachhaltig Happy macht, ist, dass ich mich von vielen doch sehr festgefahrenen Denkweisen löste und ein
großes Umdenken bei mir stattfand. Lokation und flexibles Angeln mit wenig
Gepäck, sowie wenig aber hochwertiges Futter, waren für mich der Schlüssel zum Erfolg. Ich nehme für mich und meine Angelei extrem viel mit aus dem Vergangenen und hoffe, es auch in den kommenden Monaten weiterhin so erfolgreich anwenden zu können.

Viel Erfolg und Spaß am Wasser,  Florian Woldt

 

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