Berichte

Frühjahrsupdate - von Marc Fähnrich

So richtig mag das Wetter für uns Angler nicht in Schwung gekommen sein.
Ganz nach dem treuen Motto ,,der April macht was er will“ zieht eine Kaltfront nach der anderen über Deutschland. Die Temperaturen durchbrachen erst wenige Male die 15° Marke und die Nächte sind noch recht kühl. Starke Luftdruckschwankungen machen das Unterfangen auch nicht gerade einfacher.
Aber nichtsdestotrotz durfte ich an verschiedenen Seen einige tolle Frühjahrssessions erleben.
im folgenden Text möchte ich euch einen kleinen Einblick in meine Vorgehensweise und Frühjahrstaktiken geben.

Für mich sollte die Angelsaison Anfang März beginnen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich zurück an der Wasserkante, endlich wieder.
Über zwei Wochen fütterte ich die tiefe Kiesgrube. Ich war sehr zufrieden mit der Vorbereitung der Plätze.
Der etwa 35 Hektar große, tief ausgegrabene Baggersee war sicherlich keine einfache Wahl auf einen schnellen Frühjahrskarpfen, doch hier wollte ich unbedingt meine Saison starten.
Mit einem festen Plan im Kopf wollte ich in die ersten Sessions nutzen um die gut vorbereiteten Plätze mit Badgers Bests neuen, stark uv-aktiven Fluo Poppaz zu befischen.
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Im weiteren Verlauf der nächsten Wochen sollte weiterhin hoch attraktives Futter in Form von FeedCloudz mit beigemischten PROtecTUNAs, Dosenmais, Maden auf die ausgewählten Spods fliegen. Um die Attraktivität noch etwas zu steigern flogen noch ein paar der neuen TriggerNutz mit in die Futtermischung. Auf Boilies verzichtete ich bewusst, jedoch auf den Tough Dough wollte ich nicht verzichten.
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Eins war mir klar, es sollte stressig werden! Ich wollte wieder viel Zeit in Location und Kontrolle der Spods, mit der Unterwasserkamera, investieren und immer nur dann Angeln, wenn für mich die Bedingungen für dieses Gewässer perfekt schienen. Doch welche Bedingungen sind schon perfekt?
Nach fünf Blanknächten in Folge auf meinen Futterplätzen, brauchte ich dringend ein Erfolgserlebnis. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen Mitte März zog es mich an einen flachen Baggersee mit nicht ganz 6 Hektar Wasserfläche. Mit einer Durchschnittstiefe von nicht einmal 3.5m Wassertiefe sicherlich ein vielversprechendes Frühjahrsgewässer mit einem guten Karpfenbestand.
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Schnell wurden die Fische meinen auf meinen instant Angelplatz aufmerksam.

Wie ging ich vor?
Ich orientierte mich an der Windrichtung und an der Wasserfläche die mit Sonnenstrahlen beschienen wurde während meiner Tagessession. Ich vermutete die Fische an der Übergangskante vom Flachwasser in tiefere Winterquartier.
Mit meiner Vermutung sollte ich Recht behalten!
An diesem See setzte ich gänzlich auf die Instantanglerei. Ich orientierte mich am Tag des Angelns an den herrschenden Bedingungen und setzte nur das Futter ein was die Fische aktiv stimuliert.
Angekommen am Angelplatz fütterte ich die Kante zum Flachwasser mit etwa einem halben Kilo LIVA la Revolution Boilies in sechzehn- und zwanzig Millimetern. Gestickt mit dem Wurfrohr.

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Es dauerte keine 90 Minuten bis ich den ersten Biss des Tages bekam. Dann ging es Schlag auf Schlag und es artete schon fast in Stress aus. Fast abwechseln bekam ich auf die LIVA Hookaz und die Fluo Poppaz Bisse.
Es blieb mir kaum Zeit, den in rund neunzig Metern Entfernung liegenden Spod, mit LIVA la Revolution Boilies nach zu füttern, um die Fische weiter in Fresslaune zu behalten.
Resümee einer gelungenen Tagessession war, dass mit dem richtigen Lesen und Deuten des Gewässers im Frühjahr auch ohne großen Futtermengen, aber dafür qualitativ hochwertigem Beifutter, eine Tagessession mit über einem dutzend Fische möglich sein kann.
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Zurück am großen Baggersee
In der Zwischenzeit, nach etlichen Malen Vorfüttern und Location machen wollte ich meine Rigs endlich wieder auf die mehr als akribisch vorbereiteten Plätzen präsentieren.
Die Wassertemperatur stagnierte förmlich. Wir hatten mittlerweile Ende März und die Wasseroberflächentemperatur betrug immer noch nur 8,6°. Zur Info: das Füttern hatte ich bei einer Wassertemperatur von 6,4° begonnen und dies ist nunmehr gute fünf Wochen her!
Kurzum, die Bissanzeiger blieben wieder still! Frustrierend und komisch, denn die Spods waren nach der Kontrolle mit der Kamera immer bis aufs Letzte leer gefegt…
Ein neuer Plan musste her.
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Mittlerweile Anfang April, nach weiteren Versuchen an dem tiefen Baggersee, einen der ersehnten, dickeren Karpfen zu fangen, waren vergebens. Ich resignierte schon förmlich und schmiedete für den April einen anderen Plan.
Weiter kontinuierlich Futter auf die Plätze verteilen, aber nicht mehr zu Angeln!

Ein anderes Gewässer sollte in den Fokus rücken.
Mit meinem guten Freund und Angelkollegen Andreas Meier wollte ich die gelegentliche Frühjahrssessions dort starten.
So entschieden wir uns für einen kleinen See mit mittlerer Wassertiefe und einer ausgeprägten Flachwasserzone.
Hier wollte ich persönlich eine ganz andere Futtertaktik anwenden.

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FeedCloudz & Seedz Pluz + Tigernuts in Verbindung mit unserem Tough Dough und wenigen Boilies sollten die Fische zum Fressen animieren. Eine Rute bestückt mit einem zwanzig Millimeter großen LIVA Hookaz. Hingegen war die andere Rute wieder mit einem Spinnerrig und einem Fluo Poppaz in Pink- Weiß bestückt.
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Für mich ist es immer ermutigend zu sehen, dass die Fische meine Futterstrategie annehmen.
Ein massiv gepackter Schuppenkarpfen der nur knapp die zwanzig Kilomarke verfehlte. Dies sollte in der ersten Nacht auch der einzige Biss bleiben, doch ich war zufrieden!
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Mitte April, die Wassertemperaturen sind auf dem Wege sommerliche Temperaturen anzunehmen.
Beim Location machen zu Beginn unseres Vorhabens sah ich mit der Polbrille zwei Koikarpfen an der Oberfläche schwimmen. Glücklicherweise konnte ich einen von beiden recht schnell, nach nur zwei Ansitzen zum Landgang überreden. Das freute meinen Angelbuddy und mich ungemein. Der Koi biss auf einen pink-weißen Fluo Poppaz am Spinnerrig beim Stalken. Um den Hakenköder fütterte ich lediglich eine Hand Tigernüsse und eine Hand sechzehn Millimeter Nut2Bad Boilies. Wieder nach dem Motto weniger ist mehr - Qualität statt Quantität!

Das kontinuierliche Füttern am großen Baggersee wird sich in den nächsten Wochen aber bestimmt bezahlt machen, da bin ich mir sicher. Ich halte euch auf dem Laufenden, seid gespannt.
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Nun haben wir Mai und die Temperaturen durchbrachen die 25° Celsius Grenze, die Natur beginnt ihre Sommerfarben zu tragen.
Für mich und meinem guten Freund Marco Krauth geht es los in Richtung Frankreich. Ein bisschen Relaxen und ein paar Tage Angeln. Bis Dahin...

Beste Grüße

Marc Fähnrich

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