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Florian Probst: Schnelle Herbstnächte

Schnelle Herbstnächte

Die Tage werden kürzer und die Nächte werden kälter – der Herbst hält Einzug und die von uns Karpfenanglern viel gelobte, goldene Jahreszeit bricht an! In dieser Zeit teste ich meine Hausgewässer mehrmals in der Woche, um „das große Fressen“ nicht zu verpassen, denn jetzt kann man noch mal richtig schöne Fische mit ihrem Höchstgewicht fangen. Ganz klar, im Herbst geht’s natürlich auch noch mal ins Ausland, aber ein großer Teil meiner Herbstangelei besteht aus kurzen Nächten zwischen den Arbeitstagen und kompletten Wochenenden an heimischen Gewässern. Sobald ich das Gefühl habe, dass die Fische anfangen, ihre Energiereserven für den bevorstehenden Winter zu füllen, gilt es keine Zeit zu verlieren. Mehrmals die Woche geht’s dann abends nach der Arbeit ans Wasser. Mein Auto habe ich für solche Kurzeinsätze schon längst umgebaut, damit ich am Wasser sofort einsatzbereit bin, morgens einfach nur die Ruten auf‘s Bett schmeißen muss und in die Arbeit fahren kann.

T5

Meine Taktik

In der ersten Zeit versuche ich einige Nächte mit Hilfe von Instant-Fallen auszumachen, wo sich die Fische während der sinkenden Temperaturen am meisten aufhalten. Dabei setze ich auf die Triggernutz mit einer Hand voll Nüsse und einen Stickmix, bestehend aus unserem Feed Cloudz und kleinen Pellets – welche für mich mittlerweile der ultimative Instantköder sind. 

Triggernutz

Wenn mal schwierigere Bedingungen herrschen, verteile ich manchmal einfach nur Multi Rigs an Stellen, an denen ich die Fische vermute, oder im besten Fall sogar entdecke. In den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass auffällige und gut wahrnehmbare Köder, wie die Badgers Blues, den entscheidenden Unterschied machen können, wenn die Karpfen nicht so recht in Fresslaune sind und es darum geht, sie über ihre Neugier zu überlisten.

Blues

Sobald ich mir nach einigen Nächten ein Bild von der Situation und den bevorzugten Aufenthaltsorten der Fische gemacht habe, kommt Futter ins Spiel. Da ich in dieser Zeit meistens unter der Woche ans Wasser komme, habe ich den Vorteil oft alleine zu sein. So ist es mir möglich bestimmte Plätze immer wieder zu beangeln und das Futter für mich arbeiten zu lassen. Beim Futterplatz habe ich mich für einen Mix aus MVB 20er Murmeln und aufgequollenem Mais entschieden, denn in dieser Zeit vertragen die Karpfen hier eine Menge Futter. Angereichert mit Fisch- und Garnelenmehl, verfeinert mit Belachan, beinhaltet der MVB eine Menge der Dinge, die die Karpfen in den kommenden Wochen brauchen. Außerdem konnte ich bereits über das ganze Jahr mitverfolgen, dass die Fische diesen Boilie immer wieder gerne annehmen, dies bewies mir auch der ein oder andere Doppelfang. Die erste Woche wird nur gefüttert und danach beangle ich jeden Platz mit einer Rute. Wenn eine Nacht erfolgreich war, lege ich morgens noch einmal nach um die Fische am Fressen zu halten, während ich auf der Arbeit bin. Das ungestörte Fressen untertags schafft Vertrauen in die Futterplätze, welches mir dann im Idealfall 3-4 Nächte pro Woche Fisch bringt!

Spiegler1

MVB

Frühe Erfolge

Soweit zur Theorie - in der Praxis laufen die Dinge beim Angeln selten so wie geplant, immerhin reden wir hier von einem kurzen Zeitraum von 3-4 Wochen, um eine Futterstrategie zum Laufen zu bringen und auch dementsprechende Erfolge einzufahren. Die ersten Tage nach Start der Fütterungen sind für mich immer die härtesten, denn auch wenn ich die Fisch-Aktivität auf diesen Plätzen sehe, zwinge ich mich, sie noch etwas in Ruhe zu lassen - natürlich in der Hoffnung, danach umso mehr belohnt zu werden. Die anfängliche Nervosität verfliegt aber relativ schnell, wenn man abseits der Futterplätze auch Fische fängt, wie in diesem Fall einen hoch gebauten Schuppi, der trotz seiner zu klein geratenen Schwanzflosse ein absolut beherzter Kämpfer war. Eine Laune der Natur, aber dennoch sehr willkommen!

Schuppi

Nach dem Füttern folgt die Ernte

Wenn ich es nach einigen Tagen gar nicht mehr aushalte, fange ich an, die präparierten Plätze mit regelmäßigen Pausen dazwischen zu beangeln. In diesem Jahr dauerte es nicht sehr lange bis die ersten Fische auf den Futterplätzen in die Falle gingen. 

Schuppi1

Wenn sich Arbeit auszahlt ist es immer schön, aber natürlich gilt es nun den Platz nicht zu ruinieren, bis die Winterruhe einkehrt. Einen kleinen Spiegler konnte ich sogar gleich nach dem Auslegen fangen, bevor es dunkel wurde.

Spiegler

Der krönende Abschluss der ersten Woche auf Futter war ein perfekter Schuppi mit 23,2 kg, der mich kurz nach Mitternacht aus meinen Träumen riss und mich einige Nerven kostete. Gleich nachdem ich die Rute aufgenommen hatte, war Masse zu spüren. Der Fisch stand dort unten wie ein Betonklotz. Nur langsam ließ er sich in meine Richtung leiten, aber auch vor meinen Füßen drückte er sich einige Minuten unterhalb der, steil abfallenden Kante, von links nach rechts und wieder zurück. Schließlich konnte ich den Fisch nach oben bringen und über den Kescherrand führen. Mein Grinsen muss bis zu den Ohren zurück gereicht haben, als ich den Fisch im Netz das erste Mal von oben gesehen hatte. Ein unglaublich schöner Fisch und ein nervenaufreibender Drill, aber genau das ist die Belohnung, die ich mir die ganze Zeit über erhofft hatte.

Schuppi2

Ich bin gespannt was die nächsten Tage und Wochen noch so mit sich bringen werden, bis die Gewässer bei uns zufrieren - Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten!

Grüße Flo!

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